Immer wieder kommt es vor, dass Fledermäuse durch geöffente Fenster oder Dachluken in unser trautes Heim einfliegen. Keine Panik! Die Tiere haben mehr
Angst vor uns als wir vor Ihnen. Oft - vor allem im Winter - kann es sich um entkräftete Tiere handeln die durch Sanierung von Gebäuden oder die Fällung von Bäumen mit Spechthöhlen - und
Faullöchern ihr angestammtes Winterquartier verloren. In den Sommermonaten sind es oft Jungtiere, die sich bei ihren ersten Flugversuchen verirrt haben. Sollten Sie Besuch von Fledermäusen in
Ihren Wohnräumen erhalten rufen Sie unsere Ansprechpartner an.
Foto: M.Korn Gefällter Baum mit einer Spechthöhle ehemaliges Winterquartier für den Großen Abendsegler
Bei Sommerfunden von Einzeltieren setzt man, wenn sie unversehrt sind, an einer geschützten Stelle ins Freie. Am einfachsten ist es, am Abend kurz vor
der Dämmerung das Fenster zu öffen und nach dem Ausflug der Fledermaus sorgfältig zu verschließen.
Wird im Winter ein Baum mit einer Höhle gefällt, in der sich winterschlafende Fledermäuse befinden, so müssen die Tiere sofern sie nicht flüchten oder
beim Fällen getötet wurden woanders eingewintert werden. Abhängig vom Gewicht der Tiere kann eine 1 - 2 wöchige Pflege und Fütterung erforderlich sein. Das erneute Überwintern kann in einer
anderen Baumhöhle in der Nähe, in einem feuchtkühlen, nicht genutzten Keller oder in einem Fledermauskasten erfolgen. Der Erhalt von Altbaumbeständen in unseren Wäldern ist ein wichtiger
Faktor für das Überleben der heimischen Baumfledermäuse.
Foto: M.Korn Hausbesuche durch verirrte Zwergfledermäuse in Gladbeck - Rentfort